Chemische In-situ-Sanierungsverfahren
Der Einsatz chemischer In-situ-Sanierungsverfahren stellt eine attraktive Verfahrensvariante zur schnellen Sanierung einer Boden- oder Grundwasserkontamination dar. Zu diesem Zweck werden in der Regel stark wirksame Chemikalien, wie z. B. Oxidationsmittel oder Reduktionsmittel, in den Untergrund eingeleitet, um in Schadensquellen die jeweiligen Kontaminanten chemisch zu zerstören.
Entscheidend für die Wirksamkeit dieser minimalinvasiven Verfahren ist ein intensiver Kontakt zwischen Wirkstoff und Schadstoff und eine gute Anpassung des Wirkstoffeinsatzes an die chemischen Rahmenbedingungen des Standorts.
Sensatec bietet umfassende Expertise und langjährige Anwendungserfahrung für eine Vielzahl in der In-situ-Sanierung gebräuchlichen Oxidationsmittel zur Schadstoffauflösung. Angefangen bei peroxidbasierten Wirkstoffen, über Permanganate bis hin zu Persulfaten und Percarbonaten.
Auf Basis einer detaillierten Standortanalyse durch Machbarkeitsstudien wählen wir aus unserer breiten Produktpalette das Oxidationsmittel mit den besten Erfolgsaussichten aus und entwickeln eine maßgeschneiderte Strategie, die sowohl technische Effizienz als auch wirtschaftliche Zielsetzung optimal vereint.
In-situ-chemische Oxidation (ISCO)
Bei der In-situ-chemischen Oxidation (ISCO) werden in der Regel starke Oxidationsmittel eingesetzt, um Schadstoffe im Untergrund nasschemisch zu oxidieren und damit zu zerstören. Die Vorteile dieser Verfahrenstechnik liegen in der relativ schnellen Reaktionsgeschwindigkeit und der geringen Störanfälligkeit des Verfahrens.
Wir wählen das jeweilige Oxidationsmittel aus, welches für das individuelle Sanierungsvorhaben, den Schadstoffmix sowie für die geochemischen Randbedingungen am Standort am besten geeignet ist.
Die Oxidationsmittel können wir in Form von flüssigen Reagenzien, wie z. B. Fenton’s Reagenz oder Permanganat-Lösungen, eingeben. Darüber hinaus steht uns die Feststoffinjektion für das Erreichen eines oxidativen Wirkstoffdepots (z. B. mit Persulfat-Gemischen oder Provect-OX) mittels TSE-Injektionstechnik zur Verfügung. Teilweise können Oxidationsmittel auch in gasförmiger Form (Ozon) oder als Aerosol zur Behandlung der ungesättigten Bodenzone zum Einsatz kommen.
In-situ-chemische Reduktion (ISCR)
Die In-situ-chemische Reduktion (ISCR) basiert auf der Zugabe von reduktiv wirkenden Stoffen, die Schadstoffe durch chemische Reduktion entweder abbauen (z. B. chlorierte Lösungsmittel) oder in ungefährlichere Stoffe überführen, wie z. B. bei der Chromatreduktion.
Hierfür verfügen wir über umfassende Praxiserfahrung sowohl bei der Eingabe z. B. von reduktiv wirkenden Nano- und Mikro-Eisenprodukten als auch in der Anwendung.