- Hohe Persistenz – PFAS sind extrem abbaubeständig und können jahrzehntelang in der Umwelt verbleiben.
- Komplexe Ausbreitungsmuster – PFAS können durch Boden und Grundwasser wandern, wodurch ihre Ausbreitung schwer vorherzusagen und zu kontrollieren ist.
- Gefährdete sensible Ressourcen – Grundwasser, Trinkwasserressourcen und andere sensible Umweltressourcen können beeinträchtigt werden.
- Umfassende behördliche Abstimmung – Die Sanierung von PFAS-Kontaminationen erfordert oft eine enge Abstimmung mit Umweltbehörden und anderen staatlichen Stellen.
- Einschränkungen bei der Standortnutzung – Eine PFAS-Kontamination kann die Nutzung, Erschließung und zukünftige Planung betroffener Standorte einschränken oder behindern.
Sanierung PFAS-kontaminierter Standorte ohne Bodenaustausch
PFAS gehören zu den größten Umweltrisiken unserer Zeit, da sie sich nach aktuellem wissenschaftlichem Stand in der Natur und vor allem in der Nahrungskette immer mehr anreichern und chemisch extrem stabil sind. Mit der Einführung verbindlicher PFAS Grenzwerte in der deutschen Trinkwasserverordnung ab dem 12. Januar 2026 steigt der Handlungsdruck für Kommunen, Industrie und Betreiber kritischer Infrastrukturen deutlich.
Die Entsorgung PFAS-haltiger Böden ist mangels dafür geeigneter Deponien extrem aufwändig und teuer. Die Sensatec GmbH ist eines der wenigen Unternehmen, die für die Sanierung PFAS-haltiger Böden vor Ort ohne Bodenaustausch gleich mehrere praxiserprobte In-situ-Sanierungstechnologien anbietet.
Wir realisieren standortspezifische Strategien zur Erkundung, Sicherung und Sanierung von PFAS-Belastungen in Boden und Grundwasser.
Herausforderungen
Unser Lösungsansatz
- Schadensbild und Pfade verstehen
- Standortangepasste Sanierungsstrategie entwickeln
- Machbarkeit der Sanierungsstrategie in Labor und am Standort prüfen
- Technische Maßnahmen im Großmaßstab umsetzen
- Wirkung nachweisen und überwachen
Projektbeispiel
Ausgangslage
An einem Flugplatz in Norddeutschland kam es zu mehreren Löschereignissen, bei denen PFAS-haltige Löschmittel eingesetzt wurden.
Herausforderung
Da der Standort einer Neuentwicklung unterzogen werden sollte, bestand die Aufgabenstellung in einer nachhaltigen Entfernung der PFAS aus dem Oberboden und dem oberflächennahen Grundwasser – ohne Bodenaustausch.
Lösung
Mit unseren starken Forschungspartnern haben wir seit 2018 ein neuartiges Verfahren entwickelt, mit dem sich die PFAS aus kontaminiertem Boden schonend entfernen lassen – eine Bodenspülung mittels spezieller Biopolymere. Die Biopolymerspülung stellt eine minimalinvasive, großflächige Sanierungsmaßnahme direkt vor Ort dar.
Im Rahmen einer mehrmonatigen Bodenspülung wurde ein Großteil der bestehenden PFAS-Kontamination in-situ aus dem Oberboden herausgelöst, mit dem Förderwasser aufgefangen und einer Wasserreinigungsanlage zugeführt.
Ergebnis
Das Verfahren erwies sich am Standort als so wirksam, dass auf eine zunächst geplante, nachfolgende Immobilisierung mit Aktivkohle im Untergrund verzichtet werden kann.
Zudem ermöglichte der Wegfall von Auskofferung und Bodentransport eine erhebliche Kostenersparnis.
PFAS-Sanierung im Einsatz: Referenzprojekt ansehen
Lassen Sie uns Ihren PFAS-Fall einordnen
Jeder Standort ist individuell. Mit Hilfe von unseren Bohrerkundungen und Machbarkeitsstudien analysieren wir die Sanierungsmaßnahmen, die für Ihren PFAS-Fall den größten Erfolg versprechen.