Sanierung für den Schutz von Boden und Grundwasser
Wir von Sensatec entwickeln und realisieren Verfahren zur Sanierung von Boden- und Grundwasserkontaminationen. Dabei setzen wir insbesondere auf wirksame In-situ-Verfahren, bei denen Schadstoffe direkt im Untergrund behandelt werden können. Je nach Verfahren und Standort lassen sich dadurch beispielsweise Grundwasserentnahme, Energieverbrauch und Abfallmengen gegenüber konventionellen Sanierungsverfahren reduzieren.
Wie groß diese Unterschiede sein können, haben wir anhand mehrerer eigener Sanierungsprojekte untersucht. Im direkten Vergleich mit klassischen Pump-and-Treat-Verfahren haben wir unter anderem Wasserverbrauch, CO₂-Äquivalente und Abfallaufkommen betrachtet.
Zur Sensatec Nachhaltigkeitsbewertung
Unser Ziel ist es, belastete Böden und Grundwässer wirksam zu sanieren und dabei den Einsatz von Ressourcen so gering wie möglich zu halten.
Neue Nutzungsmöglichkeiten für belastete Flächen
Belastete Flächen zu sanieren und wieder nutzbar zu machen, kann dazu beitragen, neue Flächeninanspruchnahme zu vermeiden. Wir von Sensatec bringen unsere Erfahrung in der Boden- und Grundwassersanierung in solche Brownfield-Projekte ein und schaffen damit eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung belasteter Standorte.
Ein Beispiel dafür ist der Pioneer Park Hanau. Auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne wurde eine LCKW-Grundwasserbelastung saniert. Gemeinsam mit AECOM und EVONIK haben wir an der Realisierung des Projekts mitgewirkt. 2024 wurde das Projekt mit dem Brownfield Award des Deutschen Brownfield Verbands (DEBV) ausgezeichnet – in der Kategorie „Bestes Brownfield: Besonders nachhaltig“.
Engagement im Deutschen Brownfield Verband
Auch über unsere Projekte hinaus engagieren wir uns im Deutschen Brownfield Verband. Unser Kollege Gordon Bures aus der Berliner Niederlassung wirkt unter anderem an der Weiterentwicklung des DGNB-Kriterienkatalogs „Gebäude Neubau“ im Bereich In-situ-Sanierung mit. Darüber hinaus ist er als Gutachter für das Nachhaltigkeitszertifikat des DEBV tätig.
Technologische Kompetenz aus einer Hand
Wir verbinden Bohr- und Geotechnik, spezialisierte Laborleistungen und eigenen Anlagenbau mit der Expertise eines interdisziplinären Teams aus Wissenschaft und Ingenieurwesen. So können wir auch komplexe Sanierungsaufgaben von der Untersuchung und Planung bis zur technischen Umsetzung begleiten.
Sensatec wächst aus eigener Kraft und ohne Fremdkapital. Gleichzeitig investieren wir kontinuierlich in unsere technischen Kompetenzen, unsere Ausstattung und die Weiterentwicklung unserer Strukturen.
Ressourcen bewusst einsetzen
Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen gehört für uns zur Weiterentwicklung unserer Verfahren und technischen Lösungen. Neben Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit berücksichtigen wir dabei auch Aspekte wie Energie- und Materialeinsatz sowie die Vermeidung von Abfällen.
Wie wir ökologische, soziale und unternehmerische Aspekte in unserer Unternehmensentwicklung berücksichtigen und welche Maßnahmen wir dazu verfolgen, dokumentieren wir in unserem Nachhaltigkeitsbericht.
Nachhaltigkeitsbewertung ausgewählter In-situ-Verfahren
Wie unterscheiden sich biologische In-situ-Verfahren beim Ressourcenverbrauch von einer klassischen hydraulischen Sicherung? Um diese Frage anhand konkreter Daten zu betrachten, haben wir biologische In-situ-Abstrombarrieren aus zwei unserer Sanierungsprojekte mit Pump-and-Treat-Verfahren verglichen. Untersucht wurden unter anderem Wasser- und Energieverbrauch, CO₂-Äquivalente, Abfallaufkommen und Betriebsstoffe sowie wirtschaftliche und soziale Aspekte. Auch die langfristige Wirksamkeit der Verfahren haben wir in die Bewertung einbezogen.
Die Ergebnisse zeigen in beiden untersuchten Projekten Unterschiede beim Ressourcenverbrauch: Die biologischen Abstrombarrieren benötigten weniger Wasser, verursachten geringere Abfallmengen und wiesen niedrigere CO₂-Äquivalente auf als die jeweils betrachtete Pump-and-Treat-Sicherung. Gleichzeitig zeigen die Langzeitmessungen eine stabile Sicherungs- und Abbauleistung über mehrere Jahre.
Ein Beispiel: Bei einem der untersuchten Projekte handelt es sich um die Abstromsicherung einer mit teerhaltigen Abfällen verfüllten Seefläche von rund 45.000 m². Für die Biobarriere wurden 0 m³ Wasserverbrauch gegenüber 438.000 m³ bei Pump-and-Treat, 2 statt 25 Tonnen Abfall sowie rund 81.866 statt 115.956 kg CO₂-Äquivalente ermittelt.