Injektion fester Wirkstoffe
Bei Standorten mit einer anspruchsvollen Geologie reichen konventionelle Sanierungsverfahren meist nicht aus. Besonders in Bereichen mit geringer Wasserdurchlässigkeit stoßen hydraulische Sicherungsmethoden an ihre Grenzen. Hier bietet sich die Injektion fester Wirkstoffe als Alternative an – eine Technik, die gezielt dort eingreift, wo andere Verfahren nicht wirken.
Das Prinzip ist einfach: Feste Wirkstoffe werden direkt in den Untergrund eingebracht und platziert. Dadurch entsteht ein Wirkstoffdepot im Untergrund zur Unterstützung der Sanierungsprozesse. Das Verfahren lässt sich an verschiedenste Untergrundverhältnisse anpassen und erreicht auch schwer zugängliche Bereiche. Zudem können biologische und chemische Wirkstoffe kombiniert werden, um optimale Sanierungsergebnisse zu erzielen.
TSE® (targeted solids emplacement) -Hochdruckinjektionstechnik
Mit unserem eigens entwickelten TSE®-Verfahren bieten wir eine spezielle Sanierungstechnik mittels Bohrinjektionen an, mit der es gelingt, Wirkstoffe im Untergrund auch dort zu platzieren, wo die Untergrundverhältnisse keine wirksame hydraulische Verteilung zulassen. Beispielsweise im Festgestein, in Ton, Lehm oder Mergelstrukturen, in denen kaum Wasserbewegung stattfindet.
Das Verfahren beruht auf einer schichtweisen Hochdruckinjektion biologischer oder chemischer Wirkstoffe. Diese werden in Form von Feststoffen während des Bohrvorgangs in Abständen von etwa 30 bis 40 cm gezielt in die Schadenszonen eingebracht. Dabei lassen sich die Wirkstoffe mit einer Reichweite von über 5 m radial effektiv im kontaminierten Bereich verteilen. Die schwer durchlässigen „Schadstoffquellen“ wandeln sich so in „Sanierungsquellen“ um, denn nach der Behandlung werden die dort eingespeicherten Wirkstoffe anstelle der Schadstoffe in das Grundwasser abgegeben.