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Grundwasserzirkulation

Zirkulationszellen basieren auf dem Prinzip, Grundwasser gezielt zu entnehmen, mit Wirkstoffen zu versetzen und wieder in den Untergrund einzubringen. Dadurch entsteht ein kontrollierter Strömungskreislauf, der einen gezielten Transport und eine gleichmäßige Verteilung von biologischen und chemischen Wirkstoffen ermöglicht. Grundwasserzirkulationsmaßnahmen kommen häufig bei der aeroben und anaeroben biologischen Sanierung von Grundwasserschäden zum Einsatz.

Auch bei stark überbauten Standorten und aktiv genutzten Industriearealen, wenn große Teile des Areals bohrtechnisch nicht erreichbar sind, können große Distanzen im sanierungsbedürftigen Grundwasserleiter auch durch aktiv bewirtschaftete Zirkulationszellen überbrückt werden. Wir bieten sowohl die strömungstechnischen Berechnungsmodelle als auch die technische Umsetzung solcher erfolgssichernden Verfahren an.

Vertikale und horizontale Zirkulationszellen

Vertikale Systeme arbeiten meist mit klassischen Brunnen (Injektion/Extraktion), während horizontale Systeme über längere Filterstrecken insbesondere bei geringmächtigen oder geschichteten Aquiferen eingesetzt werden.

Bei professioneller Anwendung stellen vertikale und horizontale Zirkulationszellen ein hervorragendes Instrument zur effizienten Verteilung von Wirkstoffen auch bei größeren zu überbrückenden Distanzen zwischen Eingabebrunnen und Entnahmebrunnen dar.
Dank unserer umfassenden fachlichen Expertise können wir Zirkulationszellen gezielt planen und technisch umsetzen, um biologische und chemische Sanierungen auch an stark überbauten und genutzten Standorten im Untergrund durchzuführen.

Pump-and-Treat-Systeme

Die Pump-and-Treat-Methode ist ein bewährtes Verfahren zur Sanierung von belastetem Grundwasser. Dabei wird kontaminiertes Grundwasser an definierten Pumpbrunnen gefördert, an der Oberfläche gereinigt und anschließend wieder in den Untergrund eingeleitet oder ordnungsgemäß entsorgt. Durch gezielte Steuerung der Grundwasserströmung lässt sich die Ausbreitung von Schadstoffen gezielt kontrollieren und reduzieren. Daher taugt diese Verfahrenstechnik vor allem zur Sicherung eines Grundwasserschadens an den jeweiligen Grundstücksgrenzen.

Das Verfahren eignet sich besonders zur Sicherung punktueller oder flächenhafter Kontaminationen und kann flexibel an die jeweiligen hydrogeologischen Bedingungen angepasst werden. Eine kombinierte Anwendung mit weiteren Sanierungstechniken ist in der Regel möglich und meist auch sehr sinnvoll, denn Pump-and-Treat-Verfahren tragen in den seltensten Fällen dazu bei, einen Grundwasserschaden wirklich aufzulösen, da meist nur ein Bruchteil der Schadstoffe tatsächlich im Wasser gelöst vorliegt. Das führt dann in der Regel zu einem jahrelangen, teilweise auch jahrzehntelangen Betrieb dieser Sicherungsanlagen, ohne dass sich das Schadenszentrum selbst auflöst. Dennoch haben reine Sicherungsverfahren zur Verhinderung des Abströmens von Schadstoffen ihre absolute Berechtigung.

Wir bieten das Pump-and-Treat-Verfahren daher in Kombination mit ergänzenden In-situ-Sanierungsmaßnahmen an, gerne mit biologischen oder chemischen Verfahren.

Weitere Bausteine der Sanierungsumsetzung