Kontakt

Biologische In-situ-Sanierungsverfahren

Sensatec verfügt über eine große Expertise in der technischen Planung und Realisierung von In-situ-Sanierungsverfahren aus > 700 Projektrealisierungen, davon ein Großteil auf der Basis biologischer Behandlungsverfahren. Das Unternehmen kann dazu u.a. auch auf mikrobielle Spezialkulturen zurückgreifen, die im eigenen Biotechnikum im Großmaßstab angezüchtet werden.

Durch den gezielten Einsatz der spezialisierten Mikroorganismen lassen sich Schadstoffe wie Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW), chlorierte Kohlenwasserstoffe (LCKW), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), komplex gebundene Cyanide oder Kraftstoffzusatzstoffe (z. B. MtBE) mit sanften Biostimulationsverfahren abbauen.

Ein großer Vorteil dieser Methode ist es, dass die für die Biostimulation im Untergrund notwendigen Wirkstoffe sehr kostengünstig sind, so dass biologische Sanierungsverfahren auch zur Sanierung großflächiger Umweltkontaminationen vor allem aus ökonomischer Sicht besonders geeignet sind.

Die Verfahrenspalette umfasst

Aerobe und anaerobe Biostimulation

Häufig hat sich auf kontaminierten Standorten eine mikrobielle Lebensgemeinschaft entwickelt, die sich hervorragend an die jeweilige Schadstoffpräsenz angepasst hat und diese sogar unter widrigen Bedingungen abbauen kann. In einem solchen Fall reicht es erfahrungsgemäß aus, diese standortbürtigen (autochthonen) Mikroorganismen mit entsprechenden Wirkstoffen wie z. B. Sauerstoff und/oder Nährstoffen zu versorgen, damit sie ihre Abbautätigkeit mit verbesserter Effizienz verrichten können. Mithilfe unserer jahrelangen Erfahrung und mit spezifischen Analysetools sind wir in der Lage zu entscheiden, welcher individuelle Wirkstoff für Ihr Sanierungsvorhaben die abbauaktiven Mikroorganismen an Ihrem Standort am effektivsten stimuliert.

Aerobe und anaerobe Bioaugmentation

Es gibt Standorte, an denen sich keine ausreichende Zahl an abbauaktiven Mikroorganismen entwickeln konnte. Besonders häufig ist das bei reduktiven LCKW-Abbauprozessen zu beobachten, bei dem der natürliche biologische Abbau von PCE und TCE häufig auf der Stufe des cis-Dichlorethen zum Erliegen kommt. In solchen Fällen kann die zusätzliche Zufuhr anaerober abbauaktiver Mikroorganismen die natürlichen Selbstreinigungskräfte am Standort außerordentlich wirksam unterstützen.

Außerdem können aerobe Bakterien-Mischkulturen, die in unseren Tests gezielt Schadstoffe abbauen, dauerhaft vermehrt und in unsere Stammhaltung aufgenommen werden. So stehen für viele Schadstoffgruppen spezialisierte Kulturen bereit, die bei Bedarf gezielt zur Sanierung eingesetzt werden können.

Die Sensatec GmbH bietet Bioaugmentationskulturen und deren Einbringungstechnik für verschiedenste, biologisch abbaubare Schadstoffe an. Bei Bedarf züchten wir für Ihr Sanierungsvorhaben standorteigene Mikroorganismengemeinschaften im Großmaßstab an.

Reduktive Dechlorierung von LCKW-Grundwasserschäden

Viele mehrfach chlorierte Schadstoffe, darunter Leichtflüchtige Chlorierte Kohlenwasserstoffe (LCKW), lassen sich biologisch nur unter stark reduzierenden Milieubedingungen und Präsenz spezialisierter dechlorierender Mikroorganismen abbauen.

Sensatec verfügt über ein großes Portfolio und die Expertise zur Einbringung der entsprechenden Reagenzien. Wir züchten als einziges Unternehmen in Deutschland die entsprechenden dechlorierenden Spezialkulturen in eigener Produktionsstätte an und verfügen über die molekularbiologischen Tools zum Nachweis dieser Abbauspezialisten. Damit bieten wir Ihnen die größtmögliche Erfolgssicherheit in der Umsetzung Ihres Sanierungsvorhabens.

Biosparging

Biologische Abbauprozesse können im Untergrund auch durch Luftzufuhr in das Grundwasser stimuliert werden. Ein Teil des über die Luft zugeführten Sauerstoffs löst sich im Grundwasser ein und kann dann von den schadstoffabbauenden Mikroorganismen veratmet werden. Da für eine ausreichende Sauerstoffversorgung relativ große Mengen an Luft in den Untergrund eingebracht werden, muss für die Luft im Untergrund die Möglichkeit zum Luftaustritt gewährleistet sein. Das setzt gut durchlässige, nicht geschichtete Untergründe voraus. Bei leichtflüchtigen Schadstoffen kommt es durch ein Biosparging schnell zu einer Schadstoffverlagerung in die ungesättigte Bodenzone, die dann ebenfalls zu behandeln ist.

Wir bauen und liefern Ihnen die technische Auslegung sowie schlüsselfertige Anlagen für die Realisierung von Biosparging-Verfahren zur Grundwasserbehandlung, bedarfsweise auch in Kombination mit einer Bodenluftabsaugmaßnahme.

Bioxwandverfahren (Direktgasinjektion)

In komplex strukturierten, ggf. geschichteten Grundwasserleitern und in stark sauerstoffzehrenden Strukturen bietet sich alternativ zum Biosparging eine Sauerstoff-Direktgasinjektion an.

Wir besitzen für den Bau und die Ausführung des Bioxwandverfahren (ein Gaseinspeicherungsverfahren) eine Exklusivlizenz. Dabei wird ein Sauerstoff-Gasdepot in Form feinblasiger Gasverteilung im Aquifer aufgebaut, durch das fortwährend Sauerstoff in das vorbeiströmende Grundwasser eingelöst wird. Dieses Verfahren hat sich für die Behandlung einer Vielzahl von Schadstoffen sehr gut bewährt, z.B. für BTEX, Vinylchlorid, Chlorbenzole, PAK, MKW und Ammonium-Verbindungen. Wir konnten es mit großem Erfolg bereits in unterschiedlichsten geologischen Strukturen einsetzen. (Zur Referenz) Bei vollständig überbauten oder unzugänglichen Schadensarealen können Direktgasinjektionen auch über Horizontalbohrungen durch ein von der Sensatec GmbH patentiertes Verfahren realisiert werden.

Methanstimulationsverfahren

Für den Abbau von leichtflüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW), insbesondere der schwerer abbaubaren Folgeprodukte wie Vinylchlorid, bietet sich alternativ zur reduktiven Dechlorierung die aerobe Methanstimulation an. Dabei wird Methan gezielt in den Untergrund eingebracht, um methanotrophe Mikroorganismen zu aktivieren, die das Methan als Energiequelle nutzen. Bei diesem Stoffwechselprozess entsteht das Enzym Methan-Monooxygenase, das co-metabolisch auch die im Grundwasser gelösten Schadstoffe zu unschädlichen Verbindungen oxidiert.

Das Verfahren eignet sich besonders dort, wo die reduktive Dechlorierung an ihre Grenzen stößt oder auf der Stufe des cis-Dichlorethens zum Erliegen kommt, und lässt sich sehr gut mit anderen In-situ-Verfahren kombinieren. Wir übernehmen für Sie die technische Auslegung und Realisierung der Methaneinbringung und setzen dabei je nach Standortbedingungen auf gasförmige oder gelöste Applikationsformen.

Weitere Verfahren zur In-situ-Sanierung von Umweltschäden