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Unter Zeitdruck zum Sanierungserfolg: MKW-, LCKW- und Cumol-Sanierung vor geplantem Neubau

Wenn zwischen Abriss und Neubau nur wenige Wochen bleiben, zählt jede Entscheidung. Auf einem ehemals industriell genutzten Grundstück in Schladen musste eine verbliebene MKW- und LCKW-Restbelastung reduziert und gleichzeitig ein neu entdeckter Cumol-Schaden erkundet und saniert werden – alles im engen Zeitfenster vor der geplanten Neubebauung.

Auftraggeber
Hoppe Fischer Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG
Fläche
Ca. 250 m²
Leistungszeitraum
07/2018 – 08/2018
Auftragsvolumen
130.000 €
Wirkstoffe
1.800 kg Klozur CR
Schadstoffe
Cumol, Leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe (LCKW), Mineralölkohlenwasserstoffe (MKW)
Fragen zum Projekt
Ihre Ansprechperson
Dipl.-Ing. Mark Zittwitz

Zentrale Leistungen

  • Technische Realisierung des In-situ-Sanierungsverfahrens
  • MIP-Sondierungen
  • Gezielte Wirkstoffinjektion
  • Technische Dokumentation

Kundennutzen

  • Effektive und schnelle In-situ Sanierungstechnik
  • deutliche Kostenersparnis zum Bodenaushub
  • Planungssicherheit für Neubau

Zwei Schadstoffprobleme, ein Zeitfenster

Das Grundstück hatte eine industrielle Vergangenheit – und die Spuren davon lagen im Boden. Zwei belastete Bereiche waren bereits durch Bodenaustausch saniert worden, doch geringe Restbelastungen im Rand- und Sohlbereich verblieben. Damals galten weitere Maßnahmen als nicht verhältnismäßig. Mit der geplanten Neubebauung änderte sich das: Die Restkontamination musste weiter reduziert werden – und neue Baugrunderkundungen brachten zusätzlich einen bislang unbekannten Cumol-Schaden ans Licht.

Die Herausforderung war damit klar: zwei Schadstoffprobleme, ein enger Zeitplan, eine Lösung.

Schnelle Erkundung per MIP-Sondierung

Zwischen Abriss und Neubaubeginn blieb wenig Zeit. Gefragt war eine Erkundungsmethode, die schnell und präzise Ergebnisse liefert – ohne aufwendige Probenahme und Laboranalyse.

Die Wahl fiel auf MIP-Sondierungen – ein Verfahren, das flüchtige Schadstoffe in gesättigten und ungesättigten Zonen in Echtzeit sichtbar macht. Direkt vor Ort, ohne Verzögerung, mit sofort verwertbaren Ergebnissen. Auf dieser Basis konnte die Sanierungsstrategie unmittelbar entwickelt und umgesetzt werden.

Die Lösung: Gezielte Oxidation mit Klozur CR

Auf Grundlage der MIP-Ergebnisse wurde das mehrstufig wirkende Oxidationsmittel Klozur CR, eine Kombination aus Persulfat Oxidationsmittel mit eingebauten Aktivator, als Sanierungsmittel gewählt. Insgesamt 1.800 kg Klozur CR wurden über 23 Injektionsbohrungen gezielt in den Untergrund eingebracht – präzise dort, wo die Schadstoffe saßen.

Das Verfahren überzeugt durch seine Wirkungsbreite: Klozur CR erfasst sowohl organische Schadstoffe wie MKW und Cumol als auch chlorierte Verbindungen wie LCKW – mit einer einzigen Behandlung, ohne Bodenaushub und ohne Betriebsunterbrechung auf der Baustelle.

Vier Wochen, ein Ergebnis

Die gesamte Maßnahme – von der Erkundung bis zur abgeschlossenen Injektion – wurde innerhalb von nur vier Wochen umgesetzt. Das anschließende Grundwassermonitoring im Schadenszentrum und im Abstrom bestätigte den nachhaltigen Sanierungserfolg. Die Neubebauung konnte wie geplant starten – ohne Verzögerung, ohne Nacharbeiten.

Fazit: Schnell, gezielt, kostengünstig

Dieses Projekt zeigt, was In-situ-Sanierung leisten kann, wenn Zeit und Budget knapp sind. Die Kombination aus schneller MIP-Erkundung und gezielter Oxidationsmittelinjektion lieferte in kürzester Zeit Planungssicherheit – zu einem Bruchteil der Kosten eines klassischen Bodenaushubs. Ein Beispiel dafür, dass effektive Sanierung nicht immer aufwendig sein muss.