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Probenahme

Fundierte Sanierungsentscheidungen brauchen belastbare Messwerte – und die gewinnen wir direkt am Ort des Geschehens. Mit den Direct-Push-Verfahren der Fa. Geoprobe® entnimmt Sensatec horizontierte, repräsentative Proben aus Boden, Bodenluft und Grundwasser – ohne dass Schadstoffe aus oberen Schichten in tiefere Horizonte, oder andersherum, verschleppt werden.
Ergänzt durch Rammkernsondierungen sowie den fachgerechten Bau von Brunnen und Grundwassermessstellen entsteht so von der ersten Einschätzung bis zur Überwachung laufender Sanierungsmaßnahmen eine durchgängige, zuverlässige Datenbasis für jede Phase der Standorterkundung.

Bodenluftsondierung mit dem Geoprobe® DualTube-System DT325

Das Ziel dieses Verfahrens ist es, horizontierte, repräsentative Bodenluftprobe zu gewinnen.

Bei dem Geoprobe® DualTube-Verfahren handelt es sich um ein Probenahmesystem, welches für die durchgehende Kerngewinnung über die gesamte Sondierung eingesetzt wird mit – dem zusätzlichen Vorteil einer verrohrten Sondierung.
Das DT325 Soil Sampling System, welches für die Verwendung mit 3,25 Zoll-Sondiergestänge konzipiert ist, verwendet eine Kombination aus Schneidschuh, Mantel und Liner-Halterung, um eine effiziente Probenentnahme in Formationen zu ermöglichen, die von plastischen Tonen bis zu gesättigten Sanden reichen.
Durch Kombination des Systems mit einem einfachen Filter können bei Bedarf horizontierte Bodenluftproben gewonnen werden.

Linersondierung mit Geoprobe-Verfahren MacroCore, DualTube und HSA

Für die ungestörte Bodenprobenahme setzt Sensatec je nach Aufgabenstellung drei etablierte Verfahren ein.

Zur normgerechten und qualitätsgesicherten Bodenprobenahme kann das Geoprobe™ Macro‐Core‐Verfahren verwendet werden, welches keine Verschleppung und Verflüchtigung von Schadstoffen zulässt und zugleich ungestörte Bodenproben liefert.
Es wird insbesondere dann eingesetzt, wenn eine Linerentnahme aus einer diskreten Tiefe (Abteufen auf Zieltiefe ohne durchgehende Kerngewinnung) erforderlich ist.

Das DualTube‐Verfahren kommt dann zum Einsatz, wenn eine durchgehende Kerngewinnung über die gesamte Sondierung erforderlich ist.
Die maximale Einsatztiefe liegt in Abhängigkeit von den geologischen Verhältnissen bei etwa 15 m.

Mit dem Geoprobe Continuos HSA 4.25 Sampling System ist eine durchgehende Entnahme ungestörter Bodenproben (Liner) während des Bohrvorganges möglich. Die PVC-Liner haben einen Durchmesser von 80 mm, eine 4,25“ Hohlbohrschnecke dient als Schutzverrohrung. Die Linersonde kann bei stehender Schutzverrohrung aus- und wieder eingebaut sowie zur nächsten Zieltiefe abgeteuft werden.
Nach dem Erreichen der Zieltteufe kann in der stehenden Schutzverrohrung ein Ausbau bspw. zur Grundwassermessstelle erfolgen.
Erreichbar scheinen Tiefen von 15 – 20 m unter Geländeoberkante (bisher erprobt bis 12 m).

Grundwassersondierungen mit der Geoprobe Profiler Sonde SP16

Das Ziel dieses Verfahrens ist es, horizontierte, repräsentative Grundwasserprobe zu gewinnen.

Der Geoprobe Screen Point 16 (SP16) Groundwater Sampler ist eine DirectPush Sonde zur Entnahme horizontierter Grundwasserproben. Das System
besteht aus einem Filterrohr, das in einem gedichteten Mantelrohr unter Verwendung einer verlorenen Spitze in den Untergrund eingebacht wird und dort unter Zurückziehen des Mantelrohres freigelegt wird und anschließend zur Grundwasserprobenahme verwendet werden kann.
Durch schrittweises Ziehen des Systems können repräsentative Proben aus verschiedenen Tiefen entnommen werden. Das Filterrohr verbleibt nach Abschluss der Probenahme nicht im Untergrund.

Bau von Brunnen und Grundwassermessstellen

Mit Hilfe der Direct-Push-Technologie, System „verlorene Spitze“ können sowohl Grundwassermessstellen als auch Infiltrations-/Injektionsbrunnen errichtet werden. Diese Methode ist gegenüber konventionellen Trockenbohrungen kostensparend. Bevorzugt wird das System verlorene Spitze jedoch verwendet, wenn aufgrund von Schadstoffen im Boden bei der Errichtung von Messstellen und/oder Infiltrationsbrunnen kein Bodenmaterial gefördert werden soll oder aus anderen Gründen eine wenig invasive Aufschlusstechnologie zu wählen ist.

Mittels Hohlbohrschneckenbohrungen (Geoprobe Continuos HSA 4.25 Sampling System) können Trockendrehbohrungen ohne Nachführung einer Schutzverrohrung bei gleichzeitiger Verhinderung des Bohrlochnachfalls ausgeführt werden. Ähnlich dem System „verlorene Spitze“ wird ein Hohlgestänge bis auf Zieltiefe abgeteuft und das Aquifermaterial dabei seitlich verdrängt bzw. durch die Bohrwendel zur Oberfläche gefördert. Im Unterschied zur DirectPush-Methodik erfolgt der Vortrieb jedoch drehend. Anstelle der verlorenen Spitze wird ein Holzstopfen verwendet, der auf der erreichten Endtiefe ausgeschlagen wird und im Untergrund verbleibt. In Abhängigkeit von der Bodenbeschaffenheit und der verfügbaren Bohrgeräteleistung können mittels Hohlbohrschneckenbohrung Teufen von bis zu 30 Metern erreicht werden.

In beiden Verfahren gewährleisten Tonsperren die druck- und wirkstoffbeständige Trennung einzelner Filterstrecken, sodass keine präferenziellen Fließwege entlang des Ausbaus entstehen. Ergänzend empfehlen wir eine vorlaufende EC-Log-Aufnahme, um die Ansatzpunkte geologisch fundiert festzulegen.

Weitere Verfahren zur Standortbewertung